Deutschland im internationalen Vergleich

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Abb 2.: Stadienverteilung bei brustkrebserkrankten weißen und schwarzen US-amerikanischen Frauen. Zum Vergleich wurden rot die entsprechenden Werte sächsischer Krebspatientinnen aus dem gleichen Zeitraum gegenübergestellt. Besonders auffällig ist der geringere Anteil von Krebsvorstufen (in situ) in Sachsen

 

Im Vergleich zu anderen Ländern nimmt Deutschland bei der Erkennung und Behandlung des Mammakarzinoms einen mittleren Rangplatz ein: invasive Karzinome werden später, in weiter fortgeschrittenen Stadien entdeckt, und ihre Behandlung verläuft in der Mehrzahl der Fälle wenig standardisiert.

In der Grafik vom Tumorzentrum Dresden ist der Vergleich Sächsischer Brustkrebsdaten mit US-amerikanischen Daten dargestellt, aus dem hervorgeht, dass hierzulande noch zu wenige Karzinome in den sehr frühen Stadien gefunden werden, d.h., dass es in Sachsen ein bedeutsames Potential für Früherkennung und -behandlung des Brustkrebses gibt.

   
Die auf eine Weltbevölkerung bezogenen und altersstandardisierten Mortalitätsraten zeigen in den USA und Großbritannien seit 10 Jahren einen kontinuierlichen Abfall um ca. 20%. Nach übereinstimmender Expertenmeinung ist dieser Mortalitätsrückgang vor allem auf die bessere interdisziplinäre Behandlung und effektivere Therapieformen, erst in zweiter Linie auf Früherkennungsprogramme zurückzuführen.
Die im Rahmen des Brustzentrums Dresden intensivierte interdisziplinäre und sektorübergreifende Zusammenarbeit in der Erkennung und Behandlung des Mammakarzinoms hat bereits nach kurzer Zeit zu einer (gewünschten) Verschiebung der Krankheitsstadien hin zu früheren Stadien geführt, wie aus dem Vergleich des UICC-Stadiums 0 (in-situ-Karzinom) der Patientinnen des Brustzentrums (violett) mit denen aus dem Einzugsbereich des Tumorzentrums Dresden (blau) hervorgeht.   click to enlarge

Abb. 3 Brustzentrum Dresden und Tumorzentrum Dresden im Vergleich
 
 
Das Mammakarzinom ist mit jährlich rund 50 000 Neuerkrankungen und 19 000 Todesfällen in Deutschland immer noch das häufigste Malignom der Frau.
 
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