| Das Brustzentrum Dresden
der Städtischen Klinika Dresden-Friedrichstadt und Dresden-Neustadt
ist ein Zusammenschluss aller an der Diagnostik, Therapie und Nachsorge
von Erkrankungen der weiblichen und männlichen Brust, speziell des
Mammakarzinoms, beteiligten Einrichtungen dieser Krankenhäuser.
Über Kooperationsverträge bezieht es spezialisierte Praxen niedergelassener
Ärzte im Raum Dresden und ein großes Sozialnetz einschließlich
Patientinnen-Vertretung in die Arbeit ein und kooperiert mit dem
Tumorzentrum Dresden e.V.
Das Brustzentrum sieht es als seine wesentliche Aufgabe an,
durch eine strukturierte, intensive interdisziplinäre Arbeit
der beteiligten medizinischen Partner, gestützt auf international
und national anerkannte Leitlinien, einschließlich interner und
externer Qualitätssicherungsmaßnahmen den Patientinnen/ Patienten
mit Brusterkrankungen eine optimale Diagnostik, Therapie und Nachsorge
zu gewährleisten und sie von ihrer Krankheit zu heilen.
Das Brustzentrum dient als Kontaktstelle für Patientinnen/Patienten
und ärztliche Kolleginnen und Kollegen.
Im Zentrum sorgt ein Kernteam aus Gynäkologen, Radiologen, Pathologen,
Strahlentherapeuten und Onkologen dafür, dass für jede Patientin
eine gemeinsame Empfehlung zur weiteren Therapie festgelegt wird,
die dann im Zentrum durchgeführt oder durch das Zentrum koordiniert wird.
Die beteiligten Partner bieten ein breites Spektrum von verschiedenen
diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten an. Zur Festlegung der
Therapieschritte sowie zur Abstimmung der einzelnen präoperativen als auch
der adjuvanten Therapiemaßnahmen (Strahlentherapie, ambulante, tagesklinische
oder stationäre Chemotherapie) werden regelmäßig interdisziplinäre Tumor-Boards durchgeführt.
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Das Brustzentrum wird bei Notwendigkeit
innerhalb von 5 Tagen eine prästationäre Vorstellung bzw. stationäre Aufnahme der
Patientin ermöglichen und einen bestehenden Tumorverdacht innerhalb von 3 Tagen
ausräumen oder die Behandlung einleiten.
Das Brustzentrum folgt den Therapieempfehlungen der Gesellschaft für Senologie,
der Deutschen Krebsgesellschaft und den Konsensuskonferenzen von St. Gallen
sowie den Empfehlungen der Europäischen Gesellschaft für Mastologie (EUSOMA),
des britischen Nationalen Brust-Screening-Programms (NHSBSP) und der US-amerikanischen ASCO.
Im Interesse der Klinischen Forschung und der Absicherung der Qualität der
Arbeit durch externe Kontrollen bringt das Brustzentrum zahlreiche Patienten
in Studien ein. Mit dem Klinischen Krebsregister des Tumorzentrums Dresden
besteht eine enge Kooperation.
Das Brustzentrum Dresden versteht sich als ein Netzwerk von medizinischen Teams,
die nicht zuletzt wegen der großen Zahl jährlich behandelter Erkrankungen über große
Erfahrungen auf dem Gebiet des Mammakarzinoms verfügen und in denen ausgewiesene
Spezialisten für das jeweilige Fachgebiet arbeiten.
Mit anderen bundesdeutschen Brustzentren besteht ein Erfahrungsaustausch
zu organisatorischen und medizinischen Fragen.
Die Zertifizierung als Brustzentrum entsprechend den Kriterien der
Deutschen Krebsgesellschaft und der Deutschen Gesellschaft für Senologie vom
23.4.2003 erfolgte am 18.1.2006, die Rezertifizierung am 18.3.2009. Sie ist gültig bis zum 18.7.2012.
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